h4wk's Blog Über den ganz normalen Wahnsinn des World Wide Web

26Mai/090

Ein Schandfleck für die deutsche Politik

Wieder einmal haben es die Politiker geschafft, ein eSport Event musste auf Drängen des CDU Stadtverband Karlsruhe-Stadt abgesagt werden und die auch noch stolz darauf. Dabei ging es um kein geringeres Event als die ESL Pro Series. Der Clou: auch eine Veranstaltung für Eltern, denen das Thema Computerspiele näher gebracht werden sollte, fällt deshalb ins Wasser (Das zeigt natürlich auch, wie gewillt die Politik ist, sich mit diesem Thema sinnvoll auseinanderzusetzen...). So etwas zeugt von nichts andrem als Arroganz und Inkompetenz und ist für mich nicht verständlich. Übrigens: bereits im März wurde Turtle Entertainment untersagt, die Intel Friday Nigth Game in Stuttgart zu veranstalten.

Hier einmal im Detail das Statement der CDU Karlsruhe:

CDU-Fraktion und der CDU-Kreisverband Karlsruhe-Stadt haben die Absage der IFNG begrüßt. “Wir freuen uns, dass dieses von uns geforderte Ergebnis in Gesprächen zwischen Stadtverwaltung und Veranstalter doch noch erreicht werden konnte”, sagte Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz. Die Absage sei allein auf die Initiative der CDU und deren klare und eindeutige Haltung zurückzuführen. Luczak-Schwarz ist der Auffassung, dass Aufklärung dringend geboten sei, weshalb die CDU eine öffentliche Diskussion und objektive Information nach wie vor begrüßt. “Zudem wird sich die CDU weiter dafür einsetzen, dass die rechtlichen Grundlagen für ein Verbot von Killerspielen und Veranstaltungen, bei denen solche Spiele angeboten werden, geschaffen werden”, so die Fraktionsvorsitzende. “Eine Veranstaltung, bei der ‘Killerspiele’ den Schwerpunkt bilden, hat in einer städtischen Halle nichts zu suchen”, erklärte der CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther. “Solche Spiele sind mit dem Werteverständnis der CDU nicht vereinbar. Die Absage ist deshalb die einzig mögliche und richtige Konsequenz.” Vor dem Hintergrund der Amoktat in Winnenden sei seiner Meinung nach eine andere Entscheidung kaum zu verantworten gewesen.

Bei Netzpolitik.org findet man noch einen schönen Kommentar:

Aber die Entscheidung passt auch zur aktuellen Debatte rund um das Waffengesetz: Großkaliber bleiben legal, Schuld ist alles anderes, was nicht töten kann.

13Mär/091

Politik und Killerspiele Teil 2

Als ich heute  morgen die Zeitung aufschlug, war der Amoklauf in Winnenden natürlich erneut auf der Titelseite. Doch leider las man auch in diesem Artikel die Meinung einiger Politiker, die diese in diesem Fall wohl am Besten für sich behalten hätten. So wurde erneut mein allzeit beliebter Inneminster Schäuble zitiert. Aber auch der Baden Württembergische Kultusminister musste seine Unkenntnis unter Beweis stellen, in dem er folgendes Statement von sich gab:

"Ich halte ein Verbot sogenannter Killerspiele für überfällig."

Da stellt sich mir natürlich die Frage, warum der gute Herr Rau denn nicht schon vor längerem das Thema Killerspiele angesprochen hat, wenn es doch wirklich so überfällig ist. An diesem Ausspruch merkt man wieder einmal, das viele Politiker solche schrecklichen Taten dazu missbrauchen, sich und Ihr Ego wieder ins Rampenlicht zu rücken.
Doch zum Glück gibt es auch noch Menschen, die erst denken und dann sprechen und so doch noch der Wahrheit wenigstens ein bisschen ans Tageslicht helfen...

"Wer reflexartig Computerspielsucht oder Waffenvernarrtheitalso Ursache für solche Gräueltaten anprangert, verhindert die notwendige Suche nach den komplexen Störungen und Motiven, die einem solchen Verbrechen vorausgehen."

Joachim von Gottberg, Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfwerk

Gesetzte sind günstiger als das Tragen von sozialen Verantwortung...

12Mär/093

Politik und Killerspiele Teil 1

Ein wirklich wahrer Ausspruch, den Dieter Nuhr da von sich gegeben hat, und in diesem Fall passt er wie die Faust auf das Auge.  An wen könnte ich wohl denken? Richtig! Wolfgang Schäuble, für mich einer der inkompetentesten Politker, die Deutschland je hatte (die NS-Zeit einmal außen vor gelassen).

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat im tagesschau-Chat betont, der Grund für den Amoklauf in Baden-Württemberg sei "nicht der Waffenbesitz" gewesen. "Wir wollen privaten Waffenbesitz nicht gänzlich verbieten", so Schäuble. "[...]
Das eigentliche Problem seien vielmehr die Gewaltdarstellungen. Deswegen sei seiner Ansicht nach nun nicht der Staat gefordert, schärfere Gesetze zu erlassen. Das würde Freiheiten einschränken. Vielmehr stelle sich die Frage, wie wir mit diesen Freiheiten umgehen, sagte Schäuble: "Wenn durch Killerspiele solche Mechanismen in jungen Menschen aktiviert werden: Machen wir von unserer Freiheit in Zeiten moderner Medien nicht einen zu exzessiven Gebrauch?"

Quelle: Tagesschau.de

Wenn ich solche Aussprüche höre, kommt mir einfach nur die Galle hoch. So schnell haben manche Politiker den Sündenbock für eine solch grausame Tat gefunden. Das es aber eventuell tiefere, psychologische Probleme gibt, welche die Jugendlichen zu einem Amoklauf animieren, wird natürlich nicht beachtet. Solche Probleme löst man weder durch ein schärferes Waffengesetz, noch durch ein  Verbot / eine Einschränkung so genannter Killerspiele. Denn auch wenn jeder der bisherigen Amokläufer ein solches Spiel gespielt hat, der Grund für den Amoklauf war es bestimmt nicht. Meiner Meinung nach sucht sich die Politik den Sündenbock Computerspiel nur aus, da  alles andere wohl  zu aufwendig und tief greifend wäre. Bei solchen Aussprüchen mancher Politiker muss ich echt Zweifeln, wie man nachts noch gut schlafen kann, während solche Politiker inkompetente Wesen das innenpolitische Schicksal einer der bedeutendsten Wirtschaftsmächte der Welt leiten. Auffällig ist auch, dass dieses Thema nur aktuell ist, solange ein Amoklauf noch in den Kopfen der Menschen ist, sobald diese ihre schmerzlichen Verluste verkraftet haben, hört man über die bösen Killerspielen kein Wort mehr.

Zum Abschluss noch einige interessante Zitate zum Thema Killerspiele:

"Killerspiele müssen verboten werden." - Günter Beckstein, CSU
"Es wäre schön, wenn man Gewaltvideos einfach verbieten würde." - Annette Schavan, CDU (24.11.2006)
"Computerspieler sind potentielle Amokläufer." - kein Autor bekannt
"Der Bildschirm wird zum Schießplatz." - kein Autor bekannt

Ich denke die wenigsten Personen die zum Thema Computerspiele ihre Meinung kundtun, haben selbst schon einmal solche Spiele gespielt oder wissen um was es in diesen Spielen geht.  Dies zeigen auch einige Zitate von Personen und Vereinen, die sich intensiv mit dem Thema Computerspiele auseinandergesetzt haben.
"Die Gewalt wird in Counter-Strike zum Vollendungsakt taktischen Vorausplanens." - ComputerProjekt Köln e.V. - Verein für Medien, Bildung und Kultur

Das Abschieben der Schuld von Amokläufen auf solche Spiele wie Counter-Strike ist nicht nur irrsinnig, sonder es kriminalisiert auch noch Millionen von Spielern, die friedlich miteinander Leben. Den auf den so genannten LAN-Parts geht es wahrscheinlich friedlicher und harmonischer zu, als bei einem Fußballspiel oder auf einer Demonstration von Greenpeace. Ein Projekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, gegen diese Kriminalisierung anzukämpfen ist gamingisnotacrime.de:

GAMING IS NOT A CRIME
Gaming has many faces!

Gaming hat viele Gesichter - und eines davon ist Deines.
Zeig es: Lade Dein Bild hoch und zeige Präsenz! Unterstütze unsere Online-Initiative, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Spieler ganz normale Menschen aus allen Gesellschaftsschichten sind und nicht Teil einer finsteren Randgruppe.

Wir lehnen die pauschale Verurteilung von PC- und Videospielen im Zusammenhang von Gewalttaten ab, die soziale und persönliche Missstände der Täter ungerechtfertigt außer Acht lässt.

Spieler stehen zusammen - für ihr Hobby, für angemessenen Jugendschutz und gegen reale Gewalt.

Allen Leser kann ich auch noch folgende Seite empfehlen: http://gehirnverschmutzung.org/killerspiele.php ... doch jeder, der keinen Sarkasmus versteht sei gewarnt, den diese Seite versucht durch Sarkasmus und Ironie darauf hinzuweisen, wie irrsinnig eine solche pauschale Kriminalisierung von Jugendlichen Computerspielern ist. Eine weitere empfehlenswerte Seite ist außerdem www.verbietetbrot.de.

Mit dem Kapitel Schäuble habe ich übrigens schon länger abgeschlossen, den schon mit dem Thema Vorratsdatenspeicherung hat es sich dieser paranoide Politker bei mir verspielt gehabt...

Und alle Anwälten, die aus diesem Text wieder irgendwelche Beleidigungen oder ähnliches herauslesen sei folgendes gesagt:
Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Nachtrag: Auf der Homepage des ZDF ist folgendes zu lesen:

Tim K. sei seit einiger Zeit in psychiatrischer Behandlung gewesen, sagte Rech außerdem aufd er Pressekonferenz. Der Amokläufer war demnach seit 2008 wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung. Er sei zeitweise auch stationär behandelt worden. Die Therapie sollte in einer Klinik in Winnenden fortgesetzt werden, wurde vom Täter aber abgebrochen.

22Jan/091

Wie WoW mein Leben zerstörte

Dieses Bild habe ich heute bei isnichwahr.de gefunden. Kaum zu glauben wie weit es manche treiben. Das normale Leben sollte IMMER im Vordergrund stehen und sobald auf Grund von Computerspielen reale Freundschaften zerbrechen sollte man sich definitiv über seinen PC Konsum nachdenken. Hoffen wir einfach das unser Freund auf den Bilder inzwischen etwas gelernt hat!

   



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de