Referat Biologie: Flussarten / Gewässerarten
Der Unterscheid zwischen einem Bach und einem Fluss wurde nie eindeutig definiert.
Es gibt demnach verschiedene Definitionen für Flüsse und Bäche. Eine mögliche Definition ist, dass wenn ein Bach in Teilabschnitten schiffbar ist (auch wenn das Boot / Schiff noch so klein ist) er Fluss genannt wird. Bei der Bundeswehr ist der Fluss wie folgt definiert: Wenn sich zwei Bäume über einen Bach nicht mehr berühren können, wird dieser zum Fluss. Flüsse die direkt ins Meer münden und kein Nebenfluss eines anderen großen Flusses sind (wie zum Beispiel die Elbe) nennt man auch Strom.
Neben Bach, Fluss und Strom gibt es auch noch das Rinnsal. Grob lässt sich sagen, dass alle natürlichen Flussläufe wie folgt zu definieren sind: Rinnsal (bis 1m Breite), den Bach (1-2 m Breite) und den kleinen Fluss mit bis zu 10 Meter Breite. Flüsse die breiter als 10 m sind werden Strom genannt, wenn sie ins Meer münden. Künstlich angelegte Flussläufe werden Kanal genannt.
Bei natürlich entstandenen Stillgewässern (Binnengewässer) unterscheidet man zwischen Pfützen, die innerhalb von wenigen Tagen austrocknen, Tümpeln, die periodisch austrocknen, Weihern (=kleine Seen) und Seen. Künstlich angelegte Stillgewässer sind zum Beispiel ein Teich oder ein Stausee.
Bei Meeren unterscheidet man zwischen Nebenmeeren und Ozeanen.
Die Nebenmeere sind wie folgt gegliedert: Binnenseen (klein, nur durch eine schmale Meeresenge mit dem Ozean verbunden), Binnenmeere (groß, nur durch eine schmale Meeresenge mit dem Ozean verbunden), Mittelmeer (nur durch größere Inselketten, Festlandflächen oder Meeresschwellen vom Ozean getrennt) und Randmeere (nur durch kleine Inselketten oder Meeresschwellen vom Ozean getrennt).
Auch die Schifffahrt hat sich an die Rahmenbedingungen der Flüsse und Ströme angepasst. Am meisten muss sich die Schifffahrt nach der Tiefe des Flusses richten, um so die Gefahr eines auflaufen des Schiffes zu verhindern. Doch auch anderes werden Schiffe an die Eigenschaften der Gewässer angepasst. So ist zum Beispiel das Große Rheinschiff genau an die vielen Schleusen in Rhein und Donau angepasst. Weitere Schiffstypen für die Binnenschifffahrt sind beispielsweise das Rhein-See-Schiff, der Raddampfer, der Schubverband und das Baggerschiff. Um den Schiffsverkehr zu vereinfachen werden auch oft Flussbegradigungen durchgeführt. Dabei werden meist mehrere Seitenflüsse zu einem großen Fluss zusammengefasst, das Fahrwasser vertieft und die Flussläufe begradigt und verkürzt. Dies hat jedoch oft zur Folge, dass die Hochwassergefahr ansteigt, und so spezielle Dämme und Überflutungsflächen angelegt werden müssen. Das hat zur Folge das frühere Begradigung nur wieder rückgängig gemacht werden. Ein weiter Nachteil ist, dass durch die Begradigung extrem in das Ökosystem Fluss eingegriffen wird. Eine der bekanntesten Flussbegradigungen ist die des Oberrheinlaufes zwischen 1817 und 1879. Hier wurde der Flusslauf um ganze 82 Kilometer „gekürzt“.
Related posts:





