Feuerwehr – Ein Gedicht

7.03.2010 | Autor: h4wk | Tags: , ,

Ein Mensch, der an der Spritze steht,
Bekämpft den Brand so gut es geht,
Bis er zuletzt nur noch zur Not
Entrinnt dem eignen Feuer-Tod.

Ein Unmensch, der am Stammtisch sitzt,
Hätt weitaus tapferer gespritzt.
Er überzeugt nun, gar nicht schwer,
Sogar den Menschen, hinterher,
Mit prahlerischen Redeflüssen,
Dass er hät besser spritzen müssen.

Und aus dem Menschen wird zuletzt
Ein Feigling gar, der pflichtverletzt.
Und alle rühmen um die Wette,
Wie gut gespritzt der Unmensch hätte.

Eugen Roth

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