Das Internet MUSS ein rechtfreier Raum sein!
„Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!“ wird uns immer gesagt und sie meinen damit ihre Regeln.
„Das Internet ist doch kein rechtsfreier Raum!“ halten wir entgegen und meinen auch ihre Regeln.
„Das Internet muss ein rechtsfreier Raum sein!“ sollten wir stattdessen rufen, wenn wir ihre Regeln meinen. Denn ihre Regeln führen zu genau keiner Veränderung.
Hört auf Zeitungen anzuklicken, vertraut auf Blogs, wenn etwas wichtiges passiert werdet ihr es schon mitbekommen, beteiligt euch nicht an Personaldebatten, fangt an zu bloggen, oder macht weiter damit, schreibt schöne und gute Artikel, lasst euch damit Zeit und versucht erst gar nicht wie sie zu sein oder nach ihren Regeln zu spielen, füttert keine Trolle, fragt keine Abgeordneten über abgeordnetenwatch, unterstützt den CCC, das Chaosradio, Podcasts, den FoeBud, die Humanistische Union, die German Privacy Foundation und wie sie alle heißen, prügelt euch mit den Sesselfurzern von der Wikipedia, unterstützt Wikileaks, unterstützt OpenSource-Projekte und nutzt sie, verschlüsselt eure Mails, eure Festplatten und lasst sie wissen, dass hier unsere Regeln gelten, weil sie besser sind. Macht euch über sie lustig, seid lustig, seid mutig und nehmt euch ernst.
Hier gibt es keine Kugelschreiber.
Wie wahr... ich kann nur jedem empfehlen, den kompletten Blogeintrag auf elementarteile.de zu lesen!
Wir bauen die Mauer wieder auf…
So, oder zumindest so ähnlich könnte man das Ergebnis der Emnid Umfrage zum Sat-1 Film "Die Grenze" deuten. Thema des Zweiteilers ist ein Terroranschlag, der Deutschland in eine Krise stürzt, woraufhin eine Nazipartei wieder die Macht ergreift. Als Reaktion hierauf versucht die "Neue Linke" in Mecklenburg-Vorpommern die Republik erneut in zwei Staaten zu spalten.
Dieser Film bildet die Basis für die Umfrage, in welcher es unter anderem um Arbeitsplätze, Sicherheit, Solidarität und Freiheit ging. Im Detail sieht das dann wie folgt aus: 80 Prozent der Ostdeutschen, sowie 72% der Westdeutschen ist es wichtig, dass der aktuelle Machthaber Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit garantieren kann. Dabei ist es Ihnen erst einmal egal, welches politische System Ihnen dies verspricht. Noch drastischer ist das Ergebnis bei der Frage, wie wichtig der Wert Freiheit für den jeweiligen ist - das erschreckende Ergebnis: Nur 28% der Ostdeutscher, aber immerhin 42% der Westdeutschen sehen das Gut Freiheit als das höchste Gut an. Das ist meiner Meinung nach sehr erschrecken, denn Freiheit ist das höchste Gut das der Mensch haben kann und erst Recht als Deutscher sollte man dieses Gut zu schätzen wissen. Denn wer nach der Schreckensherrschaft der Nazis und dem Überwachungsstaat DDR immernoch nicht weiß wie wichtig Freiheit ist, dem ist beim besten Willen nicht mehr zu helfen. Doch genau dies ist nicht der Fall, denn knapp ein Viertel der Ost- bzw. Westdeutschen wünschen sich immer Mal wieder, dass die Mauer noch stünde.
Doch es kommt noch schlimmer: Jeder siebte Ostdeutsche, sowie jeder zwölfte Westdeutsche würde für 5.000 Euro seine Stimme an eine Partei verkaufen - egal welche Gesinnung diese Partei hat.
Zugegeben, die BILD-Zeitung ist nicht gerade ein seriöser Auftraggeber für eine solche Umfrage, doch trotzdem erschrecken mich solche Umfrageergebnisse: Denn warum sollten Politiker vor der "Totalen Überwachung" durch Vorratsdatenspeicherung, Kameraüberwachung und ähnlichem zurückschrecken, so lange ein so großer Teil der Deutschen hinter ihnen steht. Armes Deutschland - wieder einmal bewahrheitet sich ein Zitat:
Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
Mahatma Gandhi
Die Qual mit dem Sprit
Als umweltunbewusster Autofahrer mit täglichen 60 Kilometern ist man doch peinlichst darauf bedacht, an günstigen Tagen ordentlich vollzutanken, weil man nie weiß, wann wieder eine längere Trockenstrecke mit maßlos erhöhten Spritpreisen ansteht.
Wie zur Zeit: Habe ich noch vor wenigen Wochen für 1.33'9 Cent / l mein Benzin gekauft, so leuchtete mir an allen Tankstellen, an denen ich diese Woche vorbeikam, eine kecke 1.45'9 entgegen. In roten Ziffern - wie passend! Würde ich so bescheuert sein und einmal volltanken, so käme es mich auf 5-7 € mehr. Kleine Beträge summieren sich... Von dem Geld könnte ich mir zwei ordentliche Mahlzeiten leisten, anstatt sie vom Auto versaufen zu lassen.
Da mich diese freundliche Warnlampe mit dem ebenso freundlichen Hinweis "Bitte Tanken" doch nach einiger Zeit verunsichert - ich muss irgendwann mal mit Reservekanister im Handgepäck austesten wie weit eigentlich mit dieser Warnlampe noch kommt - war ich nun auf der Suche nach günstigen - legalen - Möglichkeiten an das schwarze Gold zu kommen. Möglichst ohne Krieg. Und wer suchet, der findet. Und so suchte ich, und ... ich fand:
http://benzinpreis.de/statistik.phtml
Aktuelle Benzinpreise und Vorhersage
Die aktuellen Preise stimmen schon einmal. Jetzt bin ich gespannt, wie zuverlässig die Vorhersagen sind. Ich werde die Preise und die Seite im Auge behalten und sehen, ob ich mir nicht das ein oder andere Abendessen durch aufmerksame Benzinrecherche zusammensparen kann!
Alles in Allem muss ich allerdings belustigenderweise dazu sagen, dass der Weg mit der Deutschen Bahn erstens teurer ist und zweitens länger dauert. Und ich komme nicht zu spät...
Mit freundlicher Unterstützung von Maahk
Politiker sind unwissend und inkompetent
oder: Das leidige Thema - die Politik und die Killerspiele
Eigentlich war es ja zu erwarten - kaum jährt sich mal wieder ein tragischer Amoklauf (diesmal der in Winnenden), schon schreien Politiker wieder laut nach dem Verbot von Killerspielen. Dieses Mal ist es Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech, der sein Unwissen zur Schau stellt. Für ihn sind Killerspiele "abartig und gefährlich". Damit sei er derselben Meinung wie der Expertenkreis Amok (=hochbezahlte Politiker, welche sowieso keine Ahnung haben).
Nur schade, dass es immer noch keine Definition gibt, was jetzt eigentlich Killerspiele sind und wie dieses Verbot aussehen soll. Aber das sind ja schließlich auch Nebensächlichkeiten, mit denen man sich nicht weiter beschäftigen muss. Einfacher wäre es wahrscheinlich so oder so, einfach gleich Computer verbieten, immerhin würde man damit viele Probleme auf einen Schlag lösen: Amokläufe, Kinderpornos, Urheberrechtsverletzungen, etc. Es wäre nur blöd, wenn sich dann nach einem Jahr herausstellen würde, dass sich an den Problemen nichts geändert hat...
Noch mehr geniale Karikaturen zu dem Thema gibt es hier.
Die Wahnvorstellungen des Gerhard Zeiler
oder: Provider für Urheberrechtsverstöße zur Verantwortung ziehen
Manchmal muss ich mich echt fragen, ob ich es bin, der total in der falschen Welt lebt und extrem abwegig denkt, oder ob es dann doch die Anderen sind... Aber was der RTL Chef Gerhard Zeiler gestern Nachmittag von sich gegeben hat, ist einfach nur eine Zumutung und man muss sich Fragen wie ein solcher Mensch es je in eine führende Funktion geschafft hat. Laut seiner Auffassung sollen künftig die Zugangsanbieter und Telekommunikationsunternehmen für Urheberrechtsverstöße ihrer Kunden zur Verantwortung gezogen werden. Denn damit hätten es die Inhaltsanbieter einfacher und könnten Ihre Schadensersatzklagen direkt an die Provider richten. Diese Aussage machte er im Rahmen des Symposiums "Perspektiven für die Kreativität" des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Für mich hört sich das Ganze nach einer neuen Geschäftsidee der privaten Rundfunkmedien an, die mit Ihrem Programm die Bevölkerung nicht mehr erreichen (was angesichts von Ramschsendungen, wie DSDS, Die SuperNanny oder anderen Formaten, die hoffnungslos von Werbung überladen sind, auch kein Wunder ist). Als weiteren Grund führt der VPRT die "technologischen Entwicklungen" an, die es nötig machen, dass man gegen die Provider vorgehen kann. Für mich hört sich das Ganze so an, also suche die Musik / Film / Rundfunkindustrie für die von Ihnen verpasste Anpassung des Geschäftsmodells an das Internet einen Sündenbock. Hätten Film und Fernsehen von Anfang an das Potential des Internets erkannt und Filme, Serien und Bonusmaterial kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt online zur Verfügung gestellt, so wäre es die illegale Szene in diesem Gebiet nie so stark gewachsen und es gäbe heute keine solchen Probleme. Wieder einmal sollen als anderen für die eigenen Fehler bezahlen, einfach nur unglaublich.
Unser lieber Herr Oettinger
Erst Westerwave dann Oettinger... Der weltweite Spott ist uns nun definitiv gewiss. Danke Angela Merka, danke CDU, danke FDP.
Eventuell sollte man mal über eine Petition nachdenken, die ein Gesetz vorschlägt, welches verbietet, dass Politiker sich international äußern dürfen, bevor sie den Englisch Grundlagenkurs abgeschlossen haben. Auch wenn meine Englischkenntnisse sehr bescheiden sind, besser als Oettinger hätte ich mich definitiv ausdrücken können... Eine Schande für die deutschte Politik und das internationale Ansehen Deutschlands.
Blogstimmen zur Obamarede
Hier einfach mal ein paar gesammelte Blogstimmen zur Rede von Obama bei der Überreichung des Friedensnobelpreis...
donfrancesco schreibt:
Es ist jedoch das erste Mal, dass dieser Preis für die Hoffnung auf eine Veränderung, für die Hoffnung auf einen umfassenden Frieden zwischen allen Völkern verliehen wird… in spe!
Die einen schicken 30.000 Soldaten zu Friedenseinsätzen – andere hungern für den Frieden…
Eine Steigerung erscheint schwierig. Aber vielleicht erhält im nächsten Jahr eine Landsmännin von Gandhi, Pratibha Patil, und deren chinesisches Pendent Hu Jintao den Friedensnobelpreis für die Hoffnung auf die Rettung des Weltklimas?
bei meinungs-blog.de steht:
Es gibt doch sicher haufenweise herausragende Menschen die sich aktiv für Frieden eingesetzt haben, da finde ich die Nominierung des Chef des größten Rüstungskonzerns der Welt schon arg bedenklich. Kein anderes Land der Welt hat mehr eigene Soldaten im Ausland in Kampfeinsätzen und kein anderes Land der Welt besitzt mehr Vernichtungswaffen als die Amerikaner. Und deren Anführer bekommt einen Friedensnobelpreis? Verrückte Welt, oder?
Gerhard Wisnewski schreibt:
Allerdings kann die Welt trotzdem aufatmen. Denn der Krieg eines Friedensnobelpreisträgers wird natürlich was ganz Besonderes sein - so eine Art Krieg erster Klasse. Der Oberbefehlshaber trägt diesmal einen Heiligenschein aus Oslo, die Toten sind garantiert gerecht, kurz: es wird eines der moralisch saubersten Massaker, die die Welt je gesehen hat.
auf efeder ist unter der Überschrift "Der verramschte Nobelpreis zu lesen:
Nobelpreise werden allerdings nicht erst seit heute verramscht. Die Liste derer, die ihn garantiert nicht verdienten wird mit Obama nur länger. Es wird nicht mehr lange dauern und der „Nobelpreisträger“ wird zu einem gängigen Schimpfwort werden. Jedenfalls kann sich ab heute jeder glücklich schätzen, der nicht für einen Nobelpreis nominiert wird.
Julie schreibt auf meinpolitikblog.de:
Obamas Friedenspreis unterstreicht, wie groß die Kluft zwischen Rhetorik und Sachzwängen sein kann. Der Präsident hat einen neuen versöhnlichen Ton angeschlagen in der internationalen Politik, es gibt viele Absichtserklärungen, aber wenig bis gar nichts Konkretes wie im Nahen Osten. Im Irak und in Afghanistan stehen vermutlich schon jetzt mehr US-Kampftruppen als unter Bush.
„Krieg ist manchmal nicht nur notwendig, sondern moralisch gerechtfertigt“
Als ich vor einigen Wochen erfahren habe, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis erhalten soll, war ich zunächst entsetzt. Warum sollte ein Mann, der bis jetzt noch nichts verwertbares vollbracht hat (ausgenommen der Ankündigung Guantanamo zu schließen), der der Oberbefehlshaber der größten Armee der Welt ist und sich mit zwei Ländern im Krieg befindet, den Friedensnobelpreis erhalten. Inzwischen bin ich jedoch anderer Meinung. Mit dem Preis wurde Obama eine schwere Aufgabe auferlegt, er darf die Welt jetzt nicht mehr enttäuschen. In Zukunft wird zumindest Obama nicht mehr so einfach Abkommen nicht unterzeichen können, wie z.B. das Anti-Landminen Abkommen oder ähnliche Abkommen.
In seiner Rede bei der Überreichung des Preises, die vom Tagesspiegel teilweise übersetzt wurde, geht Obama auf die von mir angesprochenen "Probleme" ein. Die meiner Meinung nach wichtigesten Teile der Rede habe ich hier herausgesucht.
Und dennoch wäre es nachlässig, wenn ich nicht auf die erheblichen Kontroversen eingehen würde, die Ihre großzügige Entscheidung zur Folge hatte. Teilweise liegt das daran, dass ich am Anfang, und nicht am Ende meiner Bemühungen auf der Weltbühne stehe. Verglichen mit einigen Größen der Geschichte, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden – Schweitzer und King, Marshall und Mandela – sind meine Leistungen gering. Und dann gibt es die Frauen und Männer auf der Welt, die ins Gefängnis geworfen und geschlagen werden, weil sie sich für Gerechtigkeit einsetzen, sich in humanitären Organisationen abmühen, um das Leid zu lindern, die verkannten Millionen, deren stille Taten von Mut und Mitgefühl zeugen und sogar die abgebrühtesten Zyniker berühren. Ich kann jenen nicht widersprechen, die der Meinung sind, dass diese Frauen und Männer – einige von ihnen bekannt, andere von ihnen nur sichtbar für die Menschen, denen sie helfen – diese Ehre weit mehr verdienen als ich.
Großbritanniens Breitbandsteuer
Im Normalfall sind Steuererhöhungen immer etwas schlechtes. Doch in diesem Fall könnten sich die deutschen Politiker ruhig mal etwas aus Großbritannien abschauen. Dort plant die Regierung die Einführung einer Breitbandsteuer in der Höhe von 6 Pfund je Anschluss.
Eine super Idee wie ich finde, denn dieses Geld so ausschließlich dem Ausbau des Breitbandnetzes gewidmet werden. Das wäre auch in Deutschland mal bitter nötig. In den großen Städten werden immer höhere Geschwindigkeiten erreicht (50 Mbit sind inzwischen schon Standard) und "auf dem Land" muss man sich immer noch mit Geschwindigkeiten jenseits der 1Mbit/s rumschlagen. Verständlich, dass Telekom und Co nur da investieren wo es sich lohnt, doch ich finde, eine gescheite DSL Leitung gehört inzwischen genauso zum Standard wie ein Telefonanschluss. Und wenn es eben nicht anders geht muss man das ganze eben staatlich regeln, auch wenn ich im Normalfall gegen zu viel staatlichen Einfluss bin. Kommunen, Länder und der Bund sollten sich für den Breitbandanschluss genauso verantwortlich fühlen, wie sie sich mehr oder weniger selbstverständlich um den Strom- und Wasseranschluss kümmern!
(via)
Was Sozialist, Kommunist, Christdemokrat und zwei Kühe gemeinsam haben
oder: Wie man mit zwei Kühen die ganze Welt der Politik erklären kann ...
Die Welt der Politik gilt ja bisweilen als schwer zu verstehen. Heute habe ich im Internet jedoch den ultimativen Gegenbeweis gefunden. Schaut man sich die Poltik etwas genauer an, so merkt man, dass sich diese doch recht einfach am Beispiel von zwei Kühen erklären kann. Der Autor des nachfolgenden Textes ist mir leider nicht bekannt, doch ich finde ihn einfach zu genial, sodass ich euch diesen nicht vorenthalten möchte, auch wenn die Gefahr besteht das ihn einige von euch schon kennen. Euch wünsche viel Spaß beim Lesen!
Christdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken ihrem
armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.
Sozialist:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab
und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu
gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.
Sozialdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie
erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das
zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die
Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem
Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.


